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Produktionsprozess der GT-Massiv-Holz-Mauer

Herstellung, Montage und Einsatzgebiete

Das Basismaterial 
Um Holz als Baustoff modernen Anforderungen entsprechend noch besser nutzen zu können, bauen wir auf die Massiv-Holz-Mauer®. Das Ausgangsmaterial für unsere GT-Massiv-Holz-Mauer ist ganz einfach: Randabschnitte aus dem Sägewerk! Diese GT-Massiv-Holz-Mauer wird mit einer eigens dafür entwickelten Anlage, der MHM-Fertigungslinie, gefertigt. Seitenware, die in Sägewerken bei der Balkenproduktion als Randabschnitte entsteht, dient dabei als Basismaterial. Das Besondere: was früher als geringwertiger Rest gehandhabt wurde, erfährt nun durch die Veredelung der Seitenware zur Massiv-Holz-Mauer® eine Wertsteigerung. Echtes „Upcycling“ also.

Millimetergenaue Planung und Konstruktion mittels 3D-CAD-Software 
Auf Grundlage der vom Zimmermann, Architekten oder Planer erstellten Baupläne, fertigen wir die Wandelemente aus der Massiv-Holz-Mauer®CNC-gesteuert mit höchster Genauigkeit. Die Fertigungstoleranzen betragen hier nicht mehr als +/- 1 mm. Schrägen, Tür- und Fensterausschnitte, Installationskanäle etc. werden bedarfsgerecht und passgenau ausgeschnitten bzw. ausgefräst. Die exakte computergesteuerte Fertigung (CAM) nach 3D-CAD-Planung vereinfacht in der Folge den Zusammenbau auf der Baustelle.

Der Herstellungsprozess in drei Schritten 
Der Produktionsprozess gliedert sich in drei Teile:

  • das Nuten der einzelnen Bretter

  • die Produktion der Wandelemente 

  • den Abbund, also die Endbearbeitung der Wandplatte bis zum millimetergenauen einbaufertigen Element.

1. Nuten
Im ersten Arbeitsgang wird die getrocknete Rohware mit Nuten versehen, die später in der fertigen Wand für eine stehende Luftschicht und damit für einen rund 30 % besseren Grunddämmwert als bei reinem Vollholz sorgen. Außerdem wird ein seitlicher Falz eingefräst, der die Passgenauigkeit und eine höhere Festigkeit gewährleistet. 

2. Produktion
Im zweiten Arbeitsgang werden aus den profilierten Brettern die Rohelemente in Größen von 2 m x 2 m, bis zu 3,25 m x 5 m und in Dicken von 11,5 cm bis 34 cm hergestellt, indem die Bretter kreuzweise miteinander verpresst und durch Alu-Rillenstifte Schicht für Schicht verbunden werden. Jede Brettkreuzung wird mit zwei Stiften im größtmöglichen Abstand zueinander (diagonal) verbunden. Dies gewährleistet maximale Stabilität.

3. Abbund
Nach dem Verbinden werden die Rohwandelemente zur Bearbeitungsanlage gerollt, wo sie im abschließenden Arbeitsgang formatiert und mit den erforderlichen Tür- und Fensteröffnungen versehen werden. Hier werden auch Bohrungen für Anhängeschlingen, Kanäle  und Aussparungen für Heizung und Sanitär sowie Steckdosen und andere Installationsvorbereitungen eingearbeitet.

Abdichtung und Lieferung
Mit einem speziellen Abdichtmittel können auf Wunsch alle Stirnseiten beschichtet werden, damit die Bauteile während des Transports und der Montage vor Nässe geschützt sind. Außerdem werden dadurch die Stoßstellen zwischen den einzelnen Wandteilen besser abgedichtet. Alternativ kann dies auch mit speziellen Textil-Bahnen geleistet werden. Ist dies erledigt, werden die nummerierten und gekennzeichneten Bauelemente verladen und zum Bauort transportiert.